weg@julianevej.eu
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Vor einigen vielen Jahren fotografierte ich dieses Straßenschild in Dänemark.

Wir waren im Urlaub, mein Exfreund und ich.

Es war zu der Zeit, als diese Internetseite geboren wurde.

Damals hatte ich nicht einmal ansatzweise eine Ahnung, dass mir dieser Weg noch einmal ein wichtiger Wegweiser werden würde.

 

Ich war schon immer anders, handelte mit meiner emotionalen Intelligenz und nicht mit dem Verstand,

und wenn ich es doch einmal tat, brachte mich die Entscheidung in Teufels Küche...

Ich war eine Heulsuse als Mädchen, ertrug Druck nicht und fühlte mich in der Gesellschaft zerrissen durch die unvermeintliche Anpassung, das Funktionieren müssen und dennoch Ich zu sein.

Nun, auch die emotional entschiedenen Wege sahen oft steinig aus, doch sie führten mich meinem höheren Wesen näher.

Solche Momente blinkten kurz lichtvoll auf.

Ich bereue nichts von all den Berg- und Talfahrten und bin dankbar dafür, soviel daraus gelernt zu haben über mich selbst, die Menschen und die Welt.

Auch und vor allem die ganz tiefen Griffe ins Klo waren es ja meistens, die mich so richtig wach rüttelten, dass es eine Sackgasse sei, in der ich versuchte voran zu schreiten.

Nun folgt eine weitere Entscheidung, sie ist sowas von emotional intelligent und verstandesfrei, dass all meine Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, denn es scheint sich zu lohnen.

Heute Nacht träumte ich sogar, dass plötzlich alle loswandern und ich nicht bereit sei, die Wanderung verpassen könnte, doch ich schaffte alles rechtzeitig und mein ganzes Dorf zog mit uns los.

 

Meine Jugend war zugedröhnt, um die vermeintliche Realität auszuhalten.

Ich hatte keine wirkliche Perspektive, wollte immer irgendwas mit Tieren, Pferden, in der Natur, aber auch mit Menschen, kleinen oder benachteilgten machen.

Dabei ging es mir nicht ums Geld verdienen. Versicherungen fand ich schon immer unnötig und Vorsorgen für irgendwann mal ebenfalls.

 

Mein Lebenslauf ist mittlerweile 2 Seiten lang, ich habe viel ausprobiert und gesucht nach dem Optimum.

Es existiert nicht in den normalen Berufen und eine Selbstständigkeit, die auf dem Mist meines Egos gebaut wurde, ist gescheitert.

Man könnte meinen, ich sei ein richtiger Looser auf ganzer Strecke und es gab Zeiten, da glaubte ich es selbst. Ich verfiel in Depressionen, war dem Burnout nah, nahm eine Auszeit, doch immer mit dem Druck im Nacken Kredite abzubezahlen und für ein einigermaßen mittelständisches Leben Geld zu verdienen. Dieser Druck machte mich nicht gerade gesünder.

Eine weitere Weiterbildung folgte, wurde abgebrochen, nach 3 Monaten dann etwas berappelt ein kleiner Nebenjob zusätlich zum Hauptberuf,

doch auch das belastete mich zu sehr, mein Körper reagierte plötzlich auf jegliche Nahrung allergisch und tut das auch heute noch, die Ärzte sind ratlos, Diagnose: Stress.

In mir steht alles auf Rebellion, Ausstieg und Lähmung bei dem bloßen Gedanken an Arbeit, erfüllen von Verpflichtungen und Erwartungen.

Egal was ich esse, mein Gesicht ist jeden Morgen aufgequollen, die Hände und teils die Füße auch, ich fühle mich total müde und verkatert, obwohl ich seit Monaten nichts alkoholisches mehr angerührt habe und brauche Stunden bis zu einem ganzen Tag, um mich irgendwann mal halbwegs wach, fit und motiviert genug zu fühlen etwas zu tun. Ich vergesse alles, was nicht mit mir direkt zu tun hat und ziehe mich immer mehr aus dem gewöhnlichen Leben zurück.

Trotzdem funktioniere ich bei den wichtigen "Verpflichtungen", die mir sogar gut tun und das ist die Versorgung meiner Tiere und von mir selbst.

Sie gehören zu meiner Verantwortung, es gibt mir Kraft, Halt, eine gewisse Struktur und bedingungslose Liebe. Mehr brauche ich nicht.

Und deshalb werde ich gehen, zusammen mit meinen Tieren.

Es ist nun offiziell entschieden in mir und mein Umfeld ist mittlerweile auch konfrontiert/informiert worden.

Ich steige tatsächlich aus, wir brechen auf zum Julianevej.

Ob wir dort wirklich ankommen steht in den Sternen oder nirgendwo.

Wir werden wandern, jeder hat Taschen/Rucksäcke zum Tragen für das Nötigste, alles andere wird uns unterwegs gegeben.

Wir vertrauen darauf.

 

Ob es ein Weglaufen ist? Möglich.

Soll ich mich weiter verbiegen und krank machen (lassen), auf den Messias warten, der mich auf sein weißes Prunkross hebt und mit mir im Traumland glücklich und frei bis ans Lebensende lebt?

Entweder, man überarbeitet seine innere Überzeugung und Einstellung, oder man überarbeitet sein Umfeld. Erstes ist mir in den vergangenen 31 Jahren, trotz zwischenzeitlichem Weglaufen und wieder einknicken nicht gelungen, zweites bekommt nun seine absolute Chance.

Wenn ich uns wandern sehe vor meinem inneren Auge, geht mir das Herz auf und mir schießen Tränen in die Augen vor Gerührtheit - da ist sie wieder, die Heulsuse...oder aber meine Seele, die sich endlich gehört und ausgelebt fühlt. Ein kurzes lichtvolles Aufblinken.

In gut 3 Wochen geht es los Richtung Norden, wir freuen uns, sind gespannt und nehmen Dich gerne mit.

Bereits im Kindesalter spürte ich eine liebevolle Verbundenheit mit Tieren, der Natur und Menschen. Durch dieses Bewusst(e)Sein kann ich mit allen Wesen kommunizieren und erfahre wichtige Botschaften für mich und mein Umfeld. Auch Dir möchte ich in Freude und Begeisterung die universelle Sprache mit auf Deinen Weg in ein befreites authentisches Leben geben.