Wenn die Seele schreit...
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...ist eine Krankheit nicht mehr weit.

 

Wer uns die letzten Monate schon hier im Blog begleitet hat, weiß, wie kurios sich alles entwickelt hat, aus welchen Situationen die Impulse kamen für diesen Julianevej.

 

Doch es gab noch eine weitere Seite - eine schmerzhafte, eine unglückliche, denn meine Seele schrie!

 

Sie begann wohl vor über 2 Jahren in meinem Leben nach großer Veränderung zu streben, in der Zeit etwa begann ich auch mein erstes Büchlein zu schreiben (Segen für Arscha und Indioten).

Ich war physisch und psychisch am Ende, alles in mir streikte und ließ mich nur noch das nötigste verrichten, die Versorgung meiner Butzies und halbwegs meine.

Ein Mann konnte sich nicht richtig für mich entscheiden (das kann er auch heute noch nicht), ich litt unter dieser ewigen Hoffnung, dass er endlich voll und ganz zu mir stehen würde, seine emotionale Seite entdecken würde und langsam an Familienplanung gedacht werden durfte... Er fuhr lieber mit seiner besten Freundin in den Urlaub und schickte mir aus Versehen noch eine Nachricht an seine Mutter, ob ich den beiden nicht noch Bulletten für die Fahrt machen könnte. Das war wohl der letzte Tropfen, der mein Burnout-Fass zum Überlaufen brachte.

Das andere Dilemma waren meine Finanzen, die über mich einbrachen durch Kredite, einer gescheiterten Selbstständigkeit und 4 Pferde, die unterhalten werden wollten.

Depressionen plagten mich, ich zog mich zurück, eine dunkle schwere Zeit brach ein.

Dieses Kapitel wollte nicht vorüber gehen.

Ich ließ nacheinander alle Pferde gehen, fand glücklicher Weise für jedes einen bekannten oder neu kennengelernten lieben Menschen und etwas Last entwich mir dadurch.

Ich konnte nicht mehr arbeiten, wollte niemanden sehen, begann aber irgendwann wieder die Hundespaziergänge auszedehnen und zu genießen, machte dabei auch manches Mal Videos für meinen damaligen Youtube-Kanal - langsam begann etwas neues. Ich versuchte mich meinem Leben zu stellen.

Ich fand einen Minijob in der Nähe, bei dem ich Wertschätzung und Anerkennung erfuhr und nach ein paar Monaten wurde daraus sogar eine halbe Stelle.

Eines meiner Pferde kam in meine Obhut zurück, Tandri war also wieder da und ich fühlte mich von Woche zu Woche stärker.

Dem Mann hatte ich "auf Wiedersehen" gesagt, es gab ja noch andere und so langsam nahm alles wieder eine geregelte Normalität an.

Durch meine Krankheit hatte ich sogar die Option, eine Umschulung zu machen, aber außerhalb der sozialen Berufe sah ich mich noch weniger, was die Katalogberufe angeht.

 

Ich begann mich (wieder) zu übernehmen. Eine berufsbegleitende Weiterbildung folgte der halben Stelle, aus der "zufälliger Weise" eine 3/4-Stelle wurde für gut 2 Monate, es wurde Winter und Schimmel in meiner Wohnung machte sich auch breit.

Weihnachten stand vor der Tür.

Ich kann nicht mehr.

Arbeitsunfähig für mehrere Wochen..

Ein Mann saß eines Abends vor meiner Wohnungstür, es war ein alter Bekannter.

Ich erfuhr durch ihn eine sehr wichtige noch fehlende Lektion in meinem Leben, die mir keine Psychologin und kein Arzt oder sonst jemand bisher so überzeugend erteilen konnte:

 

Ich bin richtig, genau so wie ich jetzt bin. Ich bin wertvoll. Ich bin liebenswert. Ich bin es wert mit Respekt, Dankbarkeit und Liebe allumfassend behandelt zu werden.

Als ich diese Lektion begriff war der Mann leider fort, es war seine Aufgabe in diesem Leben, mehr war leider nicht drin..

 

Diese Erkenntnis gab mir unheimlich guten Aufschwung, denn ich konnte schneller als erwartet wieder arbeiten, in mein altes neues Leben zurück bis etwas in mir laut wurde.

Es war ein Drang.

 

Schon wieder eine Veränderung?

 

Schon in der Weihnachtszeit hatte ich das Gefühl, ich muss hier mal für 2-3 Monate raus, nach Island oder sonst wo hin, Hauptsache weit weg von diesem Leben.

Damals schob ich es auf mein Ausgebrannt sein, heute weiß ich, es war der Ruf meiner Seele.

 

Ich meldete mich, verrückt wie ich bin, zum Lichtnahrungsseminar an und nannte es überall Heilpfasten aus Sorge, sonst für vollkommen bekloppt und reif für die Klappse erklärt zu werden. Ich hatte auch einfach keine Lust mich zu rechtfertigen, zu erklären. Dieses Seminar war dran, das war irgendwie klar und es verrückte noch mehr in meinem Leben, als sei es bis hierher nicht schon anstrengend genug gewesen.

 

Ich hatte plötzlich das Gefühl, fast alles in meinem Leben entspricht nicht mir, gehört nicht zu meinem Wesen und somit auch nicht in mein Leben. Ich trage seit dem nur noch weiße/helle Kleidung, habe keine Piercings und Ohrringe mehr in meinem Körper, die vegane Ernährung war mir dann besonders wichtig und wurde auch weiter eingeschränkt - momentan bin ich da doch sehr undiszipliniert - die Unverträglichkeiten traten immer häufiger auf und erschwerten mir mit allergischen Reaktionen das Aufstehen und den Alltag, jegliche Begrenzungen überall machten mich fast wütend, Regeln und Grenzen bei der Arbeit, alles rund um Ängste und Sorgen, die Medien, Nachrichten, all das ertrug ich nicht mehr und ich habe auch jetzt damit ein großes Problem. Ich fühlte mich wie eine Außerirdische auf einem fremden Planeten oder wie eine Zeitreisende, es ist schwer dieses Gefühl zu beschreiben. Ich fühlte mich einfach von Tag zu Tag unwohler in meinem Leben, alles machte mich fertig. Das alles war nur eine Scheinwelt, es fühlte sich unecht an, überall diese Programme und Muster. Der Zustand meiner neuen unfertigen Wohnung, in die ich vor Monaten einziehen wollte, Rechnungen, Werbung, das Wissen um eine unvorhersehbare Veränderung die mir kurz bevor stand und das versuchte Weiterleben, alles brav mitzumachen, zu funktionieren - DAS FUNKTIONIERT NICHT!!!

 

Ich kann nicht versuchen alle zu retten, es jedem Recht zu machen, damit es hier und da besser läuft. So musste ich leider schweren Herzens auch sehr lieben Menschen vor den Kopf stoßen, sie hängen lassen und fing mir dadurch eine letzte Verletzung ein.

Das ist der Preis, wenn man sich für sich entscheidet, für seine Seele und aussteigt aus dem Wahnsinn der Matrix.

 

Tja und dann sah ich das Foto vom Julianevej...

 

Den Rest kann man sich nun denken oder in den anderen Einträgen nachlesen smile

Bereits im Kindesalter spürte ich eine liebevolle Verbundenheit mit Tieren, der Natur und Menschen. Durch dieses Bewusst(e)Sein kann ich mit allen Wesen kommunizieren und erfahre wichtige Botschaften für mich und mein Umfeld. Auch Dir möchte ich in Freude und Begeisterung die universelle Sprache mit auf Deinen Weg in ein befreites authentisches Leben geben.