Wie Dein Pferd energetisch mit Dir arbeitet...
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In manchen Momenten der gemeinsamen Zeit von Pferd und Reiter, die so unerklärlich ablaufen – findet da feinstoffliche Energiearbeit zwischen uns beiden statt?

 

 

Wie kann mein Pferd mein Heiler werden/sein?

 

In meinem Blogbeitrag teile ich mit Dir meine Erfahrung mit einer heilsamen Pferdebegegnung und zeige Dir Wege auf, die auch mir gerne früher schon bewusst gewesen wären.

 

 

Falsche Vorstellungen aus gelerntem „Halbwissen“

 

Oft ist es doch so, dass wir aus einer Eile und Hektik heraus bei unseren Pferdefreunden ankommen, uns vielleicht schon einen Plan für die gemeinsame Zeit gestrickt haben und dann kommt alles anders. Wir sind enttäuscht, weil eine Lektion nicht gut funktioniert, unser Pferd irgendwoanders ist mit seiner Aufmerksamkeit, nur nicht bei uns und dann noch urteilende Blicke auf uns gerichtet werden oder jedenfalls haben wir so ein Gefühl. Das wiederum bringt uns noch mehr aus dem super ausgetüftelten Konzept und zu guter Letzt sind wir wie auch unser Pferd total k.o. und gefrustet. So oder so ähnlich erlebte ich jedenfalls meine ersten Pferde- und Reiterfahrungen in einem Reitverein.

 

Wen wundert es da noch, warum viele Pferde nur mit Widerwillen alles erdulden, was von ihnen gefordert wird, sie „Sattelzwang“ entwickeln oder gar „unreitbar“ werden. Denn selbst wir Menschen, die sich bewusst für einen spirituellen und vor allem liebevollen Weg entschieden haben, sind auch manchmal unbewusst, schlecht drauf und üben durch zu hohe Erwartungen unnötigen Druck auf unseren Parnter und Freund Pferd aus.

 

 

Wundervolle Begegnungen sind möglich

 

Erst vor ein paar Wochen erlebte ich ein Wunder mit einem Pferd, dass sich mich als seinen Menschen aussuchen durfte. Es gehörte meiner Freundin, die ihn gekauft hatte, damit er einfach Pferd sein durfte mit Abstand zu jeglichen Verpflichtungen. Nach einer unbewussten Einreitzeit und ruppigen Erfahrungen in seiner Vergangenheit, duldete er weder einen Sattel samt Gurt um den Bauch an seinem Körper, noch ließ er irgendeinen Menschen aufsteigen. Alle drohenden Zeichen seiner Sprache signalisierten, dass er diese Form von Gemeinschaft absolut ablehnte.

 

 

Viel Raum und Zeit

 

Auf unserem Hof konnte er zusehen, wie ich mit meinem Pony Tandri umging. Er hatte Erholung genossen eine ganze Weile lang und zeigte mir mit seiner Neugierde und Aufmerksamkeit, dass er Lust hatte sich wieder auf das Wesen Mensch einzulassen.

Mit einem offenen Herzen ging ich zum Weideeingang und schaute in seine Richtung. Als einziges Pferd nahm er seinen Kopf hoch aus dem Heuhaufen und verließ seine Herde, um mit mir zu arbeiten. Schon beim Putzen seines Körpers spürte ich eine unheimliche Dankbarkeit und tiefe Liebe, er genoss jede Berührung. Auch ein Reitkissen durfte ich auf seinen Rücken legen und einen gebisslosen Zaum an seinem hübschen Kopf anlegen, damit ich ihn im Roundpen longieren konnte.

Wir begannen eine gemeinsame Sprache zu finden und hörten uns gegenseitig zu. Wer von außen darauf geschaut hätte, wäre vermutlich nicht berührt gewesen, denn es sah holprig aus. Nach unserem Kennenlernen brachte ich ihn wieder zur Weide und er blieb noch eine halbe Stunde am Eingang stehen und wieherte immer wieder leise, wenn er mich über den Hof schlendern sah.

 

 

Mit Liebe, Geduld und Zeit zum neuen Miteinander

 

So vergingen die Tage und immer fühlte ich mich in ihn ein, worauf er wohl Lust haben könnte. Wir gingen spazieren, ich zeigte ihm unterschiedliches Reitzubehör, er lernte meine Signale kennen, ich seine und nach ein paar Wochen ungezwungenen Umgang ohne jeglichen „Aufbauplan“ oder starrem Ziel, er müsse ein perfektes Reitpferd werden, wagte ich einen Schritt in diese Richtung. Er ließ mich aufsteigen. Er trug mich auf seinem Rücken.

Nach ein paar Versuchen mit menschlicher Begleitung vom Boden aus, fühlte ich, dass wir beide so weit seien, alleine den nächsten Schritt zu wagen. Ich durfte ihn mit einem Knotenhalfter und Reitkissen auf dem Roundpen reiten und jeder Schritt fühlte sich von ihm sehr bedacht geschritten an. Er hörte mir so intensiv zu und zeigte mir, dass es sein Wunsch war für mich da zu sein, mich zu tragen und glücklich zu machen. Diese atemberaubende Atmosphäre berührte sogar andere Menschen auf dem Hof, dass nicht nur ich mit Tränen in den Augen die strömende Liebe und Dankbarkeit wahrnahm.

 

 

Vertrauen ist wie eine Pflanze, die wächst

 

Nachdem ich ihm liebevoll bewies, dass er mir vertrauen kann, zeigte er mir, dass auch ich ihm vertrauen darf. Wir gaben uns gegenseitig hin und verschmolzen zu einer Einheit, die wir nun immer weiter festigen und genießen. Wichtig dabei ist, dass ich nie mit Erwartungen an ihn herantrete, genauso wenig mit Angst, er könne mich aufgrund seiner schlechten Erfahrungen ablehnen. Ich habe immer nur eine Idee, was wir in unserer gemeinsamen Zeit machen können. Habe ich dann das Gefühl, es wäre doch etwas anderes dran, lasse ich die erste Idee fallen und folge dem stimmigen, rund-weichen Gefühl, welches er mir bestätigt.

 

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Erinnere Dich an Deine Herzensverbindung

 

Nun könntest Du denken: „Na gut, du sprichst ja auch mit den Seelen der Tiere, dann ist ja klar, dass das bei Dir so läuft. Bei mir würde das so nie funktionieren.“

Und da widerspreche ich Dir!

 

Denn A) ist die Seelenkommunikation keine Erziehungsmethode und B):

 

Auch Du bist empathisch und kannst Dich gefühlvoll auf Deinen Pferdfreund einlassen.

Auch Du bist ein liebevoller Mensch, der jegliche Erwartungen und Forderungen einstellen kann, um seinem Partner Pferd neu zu begegnen.

Auch Du hast eine Herzensverbindung zu Deinem Pferd, über die Du mit ihm bewusst oder unbewusst kommunizierst.

Auch Du hast die Entscheidungsfreiheit in Dir, Dich von traditionellen Reittechniken zu lösen und einen eigenen Weg zu finden, glückliche Zeit mit Deinem Pferdefreund zu verbringen.

Und auch Dein Pferd ist in Dein Leben getreten, um eine wichtige Aufgabe zu erfüllen - nämlich Dir zu zeigen, dass unsere Pferde als Heiler zu uns gekommen sind.

 

Wenn Du bei Eurer Verbindung unsicher bist und konkrete Fragen an Deinen Heiler Pferd hast, helfe ich Dir gerne mit einer Tierkommunikations-Einzelsitzung weiter. Oft erfahren wir dabei schon wichtige Hinweise, wo etwas nicht im Fluss ist. Für Deine persönliche Blickerweiterung habe ich hier 3 erste Tipps zusammen gefasst.

 

Tipp 1: Beobachte Dein Pferd

Besuche es auf seiner Weide/ im Auslauf und setze Dich für 1-2 Stunden einfach dazu. Beobachte Deinen Freund, lerne sein Verhalten den anderen Herdenmitgliedern gegenüber kennen, finde seinen Rang innerhalb dieser Herde heraus, sei da ohne von ihm zu erwarten, dass er zu Dir kommt oder Du danach noch etwas mit Ihm vorhast. Auch hilft Dir diese freiwillige Begegnung auf der Weide, Dich von Deinem Alltag zu entspannen.

 

Tipp 2: Befreit von Ballast ankommen

Es ist sehr hilfreich für eine freie Begegnung mit Deinem Pferdefreund, in absoluter Entspannung und inneren Stille bei ihm anzukommen. Lasse allen Ballast los, bevor Du Dich Deinem Pferd zuwendest. Wenn Du innere Spannung durch Stress bei der Arbeit oder irgendeiner Situation mit in den Stall bringst, nimmt Dein Pferd diese niedrige Schwingung auf und spiegelt sie Dir in angespanntem Verhalten.

 

Tipp 3: Lasse alte Strukturen los

Für eine spirituelle und liebevolle Freundschaft mit Deinem Pferd ist es wichtig, dass Du Dich vollkommen befreist von traditionellem Gedankengut in Sachen Pferdeausbildung. Schnapp Dir bei schönem Wetter Deinen Fellfreund und mach mit ihm einen Spaziergang am Halfter mit Strick, lass ihn hier und da grasen, wenn Du eine passende Stelle findest und zeige ihm, dass Du sein Freund sein möchtest. Das bedeutet nicht, dass Du Dir Unarten wie Anrempeln, Schnappen oder ähnliches gefallen lassen darfst! Eine liebevolle, konsequente Erziehung ist nach wie vor von großer Bedeutung! Also bedachte Leckerliegabe, gleichbleibende Grenzen wahren – denn Pferde testen immer mal wieder, auch teils sehr charmant, wie es um die Rangfolge Eurer Zweierherde gerade so steht.

Und überprüfe das Pferdezubehör. Was ist wirklich notwendig für einen sicheren und respektvollen Umgang miteinander? Stell Dir vor, Du wärst Dein Pferd. Was würdest Du Dir wünschen und von Deinem Menschen wollen?

 

 

Es ist immer eine freie Wahl

 

Seid ich mich getraut habe eigene Wege zu gehen bei meinen Pferdebegleitungen ist mir bewusst geworden, dass auch Menschen wie wir, die keine Trainerausbildung haben oder gelernte Bereiter sind, die Chance in sich tragen, eine tiefe innige Beziehung zu ihrem Pferdefreund aufzubauen aus reiner Liebe.

Ist es nicht wundervoll, wenn Dein Pferdefreund wieder aus Freude und Lust auf Dich zukommt, um mit Dir gemeinsame Zeit verbringen zu dürfen? Eine völlig neue Tiefe wird damit erreicht. Es wird so viel mehr möglich, wenn wir uns Zeit nehmen und im Gefühl sind. Dann erst können unsere Heiler Pferd in ihre wahre Kraft treten und ihre Seelen - Aufgabe erfüllen.

Ein ungezwungener Umgang macht so viel mehr möglich, nicht nur zwischen Mensch und Pferd.

 

Bereits im Kindesalter spürte ich eine liebevolle Verbundenheit mit Tieren, der Natur und Menschen. Durch dieses Bewusst(e)Sein kann ich mit allen Wesen kommunizieren und erfahre wichtige Botschaften für mich und mein Umfeld. Auch Dir möchte ich in Freude und Begeisterung die universelle Sprache mit auf Deinen Weg in ein befreites authentisches Leben geben.